Zions--Bote. (Medford, Okla.), Vol. 18, No. 15, Ed. 1 Wednesday, April 9, 1902 Page: 5 of 6

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Sich gntn Baierlanbe rüsten.
©üblich bringt bie "Xtjtänrnfaat,
Sa# bie ftrrubeiienite pat.
©ublid) fid)t man Kanaan
Wad) ©gtjpieii« Dienftpau« ließen,
©nblid) trifft man Dabor an,
Senn bet Oelbcrg überstiegen,
©nblid) gebt ein ^afob ein,
So fein ©iau mehr toirb fein.
©nblid)! o bu schöne# Sort!
Du sannst jebe« t'eib oerfüßett
Senn ber Reifen ist burcbboprt,
l'äßt er enblidi Balsam fließen.
©i, mein £>erg. btum merfe bie«:
©nblid), enblid) fommt gemiß!"
Daß feiner ooa unb l'efern be# „ 3.
B." feblen tuödiie bei ber ftreubenernte
lutinjcbt oon ftergen ©uer ger. Br. in
Übrifto, Dooib 3faaf.
— Ufa, Station Scpingaf Stuf, 25.
3ebr. Den Vlu#fprud) bet $errn:
„Machet euch bie CStbe Unterthan,"
icheinen bie Menschen in biefer ßeit
befonber# 311 erfüllen, mooon mir Men
noniten roobl nicht bte legten finb, bat
in Au«fiit)rung 411 bringen. 80 lesen
mir ia aud) oft baoon im „ßionö 'Bote"
baß sie bort in Amerifa itacb oerfd)iebe
nen Ortschaften sieben. Unb auch
hier in Wußlanb finb mir ein jeber
bestrebt, irgenbioo in unserem grober
russischen Weiche un# ein Stäbchen für
unsere irbijdje ®jr»ften* 311 fiebern. Senn
mir alle so eifrig im Bestreben auf
geistlichem (Gebiet gum 5öou bet Reichet
Rottet mären, so mürbe mobl in biefer
Begiepung mehr geschehen sönnen, alt
et jp&t geschieht. 91un ber liebe ^err
moUe unt, t ie mir fein Bolf finb, aud)
barinnen anspornen, mehr für bie Wut'
breitung feinet Reichet gu thun, bamit
mir biefe ©nabengeit autfaufeu möchten,
ist unser ©ebet. $ier in unserem
Streite oon 35 bit 40 Jöerft mohuen
mir schon Diele ©eidjmifter. ©inige
moptten pi** schon feit ad)t 3ö^ren*
anbere fito später ^erge^ogeu. Sir
mohnen grnei 3at)re hier, ich sann also
nod) nidjt ein bestimmtet Urteil abge«
ben, hoch so ettoat meine Meinung
sann ich mopl mitteilen. (5t tft hier so
mie überall auf (Sottet reichem ßrbbo«
ben: et hat etliche iiiept« aud) schatten«
feiten, hoch sann ein fleißiger Öanbmann
l)ier so gut Brob haben mie überall.
(5t giebt pier sehr reichliche ernten,
mie in grnei oorigen fahren, aber auch
Mißernten, mie im oerfloffenen 3apre.
Unb mie et rann so ist, strömen bie
teilte bahin, mo et oiel ©etreibe gege«
ben, so aud) hier. 3m oorigen ^apre
tarnen oi le neue Anfiebler her, unb
manche so auft ©eratemopl, ohne sich
guoor eine ©jifteng gu sichern unb nun
fam eine fast totale Mißernte, unb so
finb natürlich oiele baoon in recht un«
angenehme Behältnisse gefommen, ja,
einige sogar in Brotnot, bie natürlich
bann bie schlechte ©egenb befcpulbigen
unb auch gurütfgiepen unb bent ßanbe
ein böfet ©efeprei machen, bafj man
Dort nicht leben sann unb umfommen
muh in bern langen Sinter unb in bent
tiefen Schnee. Dagit ist auch biefer
Sinter pier tote man jagt außergemöpu»
lieh stürmisch mit sehr oiel Schnee, so
burchfchnittlich eine Urfd)tii unb barüber
bah e* auch ben Bessergestellten ferner
ist, burd) ben Sinter gu fommen; bat
Cutter fnapp unb teuer. Doch benfe
id), mer sich bie Sache oon vornherein
überlegt hat unb berechnet, ber toirb
auch nicht ocrlangen, bah h'er solche#
Setter fein soll alt im Silben. Unb
mer h'er erst einige gute dritten gehabt
unb gute ©ebäube, fobafi er bat Biel)
unb and) Cutter unb Saffer unter Dad)
hat, unb eine fthötte manne Stube, bent
fommt et bann garnicht mehr so fepred
lid) oor. Man sann hier bod) so ge
ntütlid) 5 Sonate ohne Unterbrechung
auf bem Schlitten fahren, mat bod)
sehr gut geht. Unb mit ber Halte ist
et aud) garnicht so gefährlidi, et ist ja
mitunter oon 20 bit 30 ©r. äroft, bod)
nur feiten; bie meiste B'it oon 5 bit 15
©r. Unb bann ist et ein gtofjer Vor-
teil, überall sehr jd)önet Saffer unb
nid)t tief, mat 3. B. am Derert gerabe
bat ©egenteil ist. Doch ich mill nicht
bie Sieute hierher loden, id) moüte nur
so einiget schreiben, meil oiele ee jept
hier so verachten, unb et manchen oon
unfein ($reunben so fdjredlichoorfommt,
hier in bem hohen korben unter bem
oielen Schnee gu mahnen. Die (5rbe
ist überall bet sperrn, unb er ist auch
überall unb sann feine Kinber hier so
gut segnen unb erhalten mie trgenbtoo.
Sir sönnen aud) hier ©emeinfehaft
unter einanber haben. Sir haben für
unsere ©emeinbe iepon grnei Berfamm«
(ungtpäufer so 12 bit 15 Serft aut<
einanber. Dann hat ftratig Sllaaffen
oorigen Sommer noch ein große« $aut
gebaut, mo auch Berfammlungen gepal
ten merben, auch mitunter oon unfern
Brübern. paben biefen Sinter auch
epon mehrere Besuche oon autmärtigen
l. Brübertt gehabt. Anfangt Sinter
roar Br. 3afob ftrie;en, Wücfenau, auf
ber Weife nach Ctntf hier grnei Sonn
tage. Dann Br. Abraham Sad,
Milograbomli; reifte hier brei Soeben,
mo id) gerabe im Süben mar. Nur
ben lepten Sonntag, ba et in Sl laaffen« '
Berit rmlunglpau# prebtgte, mar id)
mieber gurütf. ©« mar ein gesegneter
Dag. Dann roaren nach Neujahr bie
Brüber Höhn unb Kirsch, $llt« Samara,
3 Soeben hier uub hielten auf oerfepie«
betten Stellen Ansprachen, foioie auch
gur selben 3eit bie Brüber ©ietbrecht
unb Deicpröm oon Orettburg, bie hier
aud) in grnei Soeben mehrere fegentrei«
dje Ansprachen hielten. (5$ finb hier
fcpoit mopl niepr benn 1U0 ftamilieit
©efepmifter. Bor grnei Socpen mürbe
bte Scpmefter 3faaf ^riefen, früher
©nabenpeitn, begraben, mo bann auch
Br. 3slcob geiefen unb ipre Scpoefter
Margarethe aut Würfen au gum Be«
gräbnit gefommen mären. Die Scpm.
^riefen pat giern licp leiben müssen.
3mei Dage patte sie Krämpfe. Sie
hinterläßt noch ein Meinet Söpncpett
001t oier Monaten. Den l. ©cito»-,
fomie alle ©efepmifter unb üefer perjltch
griißenb 3slfob 2ömen,
früper griebentfelb.
5lficn, Aicolaipol, 1S. 3ebr. Der
Sinter ist fepr leidjt, fast ganj fcpneelot.
©efunbheittjuftanb befrieöigenb. 3n
lepter 3eit starben brei Hiuber unter
einem 3slpre. ©etreibepreife niebrig.
Biep mar teuer, ist etioat billiger ge
morben. äJlan rüstet jutti Adern,
©ruß an unsere getoefenen Durfeftaner.
Sie mürben fiep munbern, menn sie ntal
unsere Anfieblung mieberiäpen. Sie pat
fiep fepr gepoben. §ein. 3an^n
(itu Crflärnng.
Auf Sutifd) ber Uonferenü, oor un<
ferer Autfenbung alle Stationen in
unserm Bunbe gu bejudien, begab id)
und) schon im Bionat Aooember auf bie
Weife. flMadue ben Anfang in Ä. Das.
lanu meiler tue Nianiioba. Säet.
angelangt, (bie l. ©efepmifter merben
eutidnilbigeu, menn id) bireft auf ben
Blap fornme) geigte ber $err m.r meine
l'ebenegefährtiu in ber lieben Sdjmefter
Mätpe SNaubtler. Seil id) nun bie
liebergetiguug hatte, uid)t allein nad)
Clnbteu 311 gegen, melcpee ja aud) nach
Auefage erfahrener Missionare nid)t
ratsam ist, glaubte ich gerabe iept gur
rechten 3'it gefommen gu fein, folge«
beffen hielt ich mich auch ettoat länger
auf in 5atfatd)eman.
Auf ©utaditen bet Mifftont- Mom
tniteet unb ©tumilligutig bet 1. Br.
N. 91. fiebert mürbe oom 17. Märg
bit ©übe April eine Delugufdtule in
jpiUtboro, ftant. anberaumt, 311 mel
ctier mir unt baun aud) gur festgestellten
3eit einfanben unb haben nun schon
etlidje Sod)en bie schöne ©elegenpeit
gehabt, unt recht lebhaft nad) 3nt)iet|
unter bie lelugut oerfept 311 fühlen.
Seiter nun möchte id) bie eigentliche
Uriadje meinet Scpreibent funbtpun
mie folgt:
ßrftent bie Dpatiacpe, baß et 110t»
mettbiß ist, schon fpäteftent anfangt
3uni Monat Amerifa 511 o.rlaffen.
Bmeitcnt, baß id) mit meinem Be«
fndje im Bunbe nod) nicht fertig bin.
Dritten«, baß et notmenbig scheint,
noch eine furge 3*it unsere Sdjule in
Mc$perfon, Mant. 311 besuchen, aüet
erflärt offen unb Mar: 3» für je
3eitgur nottoenbigen Bor«
bereit ung. Sepr gerne mären mir
fcgleid) mit ben l. ©efdm. Bcrnln©
nach jenem großen Arbeiteielbe, l^nbien
eingefdjifft, bod) mie et fiep jept gelenft,
erfennen mir flar unfern himmlischen
Batet alt Steuermann; moQen also
bit er meiter Dpor unb Ipiir öffnet,
mutig arbeiten, mie unser Meister lei«
tet, unb sagen mit banfbarem Jpergen
mit bem Dichter: „Cb so ober aubert
ber $err mid) regiert" u. f. tu.
Mit perjlidjent Brubergruß ©uer
Mitarbeiter D. 5- ®ergtpolb.
Bericpt t»«mtniffioiw4Umitcc
Da bie 3«it näher rüdt, baß unsere
©efepmifter ipre Weife nad) 3n&ien an
treten unb eint unb bat anbere noch
georbnet merben mußte, so hatten mir
am 1. April mit oen Briibern sÜlt. 3op.
Jotp, 3. Banfrap, D.J. Bergtpolb
unb 91.91. fiebert eine Sipung, um bie
Beicplüffe ber leptett Honferettg so oiel
mie möglich tieiter autgufüpren. 3n=
bem ber l. Br. Bergtpolb bie Übergeu«
gung u. ben Sutifcp patte, er möchte
niept lebig nad) ^nbien gehen, fonbern
miinfepte, oorper in bie ©pe jn treten,
baraufpin fiep auch bereitt mit Sdjtoefter
Katharina Manbtler oon Satfatcpemau
oerlobte, so mären bamit auch neue Unt«
stäube eingetreten; öaper fanben mir et
für nötig, baß bie ©efepmifter noch ein
3apr in Amerifa bleiben, bamit sie fiep
noep bie nötigeBilbung aneignen sönnen,
befonbert bie Scpmefter, toelcpe nod; bie
englische Spradie mehr erlernen möchte.
And) lag ber Sunfcp in mehreren ©e»
meiuben, baß Br. Bergipolb mehr be
saunt merben möchte, um bat Bemalten
bet gangen Buubet recht gu geioinneu.
3nbem et )ie 3eit aber für bisset 3ah:
niept mepr eilautt, so sauten mit ju ber
Über3eugung, baß et besser todre menn .
bie ©efepmifter ipre Abreise noch e n
^apr oeridjteb.m möchten, benn aud) bte
©inricptungen u. f. tu. beanspruchen
mehr 8*it-
Cbgleid) ©elcpm. Baufrap lieber ti
©emeinidjaft ber ©eiepm. Bergtpolb ge>
reift, so ergeben sie jid) bod) toidig ben
gegenmärtigeit Berhältntffrn, u. (in)
milltg and» vorläufig allein gu gehen.
©efepm. Banfrap tujrrben noch aui
ihrer Weife oerfucpeii bie ©efeptoifter in
Wußlanb 311 bejudien. Da bie 3?it
überhaupt fur3 ist, so merben sie mopl
nicht länger alt «mei Monate fid) bort
aufhalten sönnen. Ste möchten bod.
Anfangt Sept. oon Wußlanb abreisen
nad)
Br. Bergtpolb mirb baun aud) feine
Befud)treife balb miebir meiterfepen,
uitb gmar ist ber BIsl>i mie folgt:
3uerft in ©olorabo u. Webratfa in ber.
Monaten Mai uub 3ul(i; a»d) nod) et«
mat in Siib Dafota anhalten. Dann
nach Satfatd)eman, mofelbft ber Brubet
sich bann auch verheiraten u. nod) einige
Monate oermetlen mirb. Die ©efepmifter
merben Derfucpeit,Mitte Sept. in Maniat
gu fein, um bie Schule in McBeprfon
gu besuchen. Der Brüber mirb bann
nod) bie ©enteinben im Süben bereifen,
unt nächste# ^apr fertig gu fein gut
Abreije. Die ©eiepm. Bergtpolb mp«
tuen folgebefien in Saef. gletd) Abicpieb,
mentt sie nach bem Süben lotn tuen.
Da# Mission# Komitee:
Abr. SdjcQcuberg.
^rang ©biger.
3opn $arm#.
l(anfat> Bupler, Wetto ©0. 4.
Apr. „Smaö Boje" mirb oott ber Be«
pörbe äpitlicp so bepanbelt, mie in 3frslef
bie ^rieftet ben Autfap. Da# ©ebot
ber Absperrung lautete: „Unrein, utt«
rein," unb rnepe ber gamilie, mo ba«
„Smaö Bo?" ^lafslt att# jpau# gepeftei
mirb. Unt eine# Krausen palbet
muß bie gange ftantilic etnfipen. Sei«
bige# müssen mir ie^t erfahren. Bereit«
oor acf)t lagen befant unser ^flegefopn
bie Kranfpeit unb tourbe auch schon 00 u
mehreren Stellen gesprochen, baßBocfen
oorpanben feien. Dann fam ber Dofter
perau# unb heftete ba« oerpänguieuolh
Blafat au unser fomopl al# auep an
anbere päufer, 100 bie ^otfe*! finb.
Auf mie lange, sönnen mir natürlich
niept missen. Außer biefer Kranfpeit,
bie, tote matt pört, baß sie auf oielen
s$Iä&eit int ©outttt) fein soll, ist ju tue!
ben, baß Br^'ßer ©orneltu« g^öfe
feptoer barttieber liegt, so baß auf ei n
Auffommen niept Hoffnung ist. .©eftern
starb bie grau be« 3°cob BuOer ttaep
etrna 7 möcpentlidjer Kranfpeit au# bem
Socpenbett; sie ist eine Sperling« Dod)
ter. 3u Ostern pattett mir merten Bc«
fuep onn Br. Dietr. ©laaffen, ©bettfelb,
ber gu oerfdjtebenen malen ba# Sort
rebele. Am gmeiten Cftertag mürbe
eine Docpter be« Br. Braun piefelbft

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Harms, Johann F. Zions--Bote. (Medford, Okla.), Vol. 18, No. 15, Ed. 1 Wednesday, April 9, 1902, newspaper, April 9, 1902; (https://gateway.okhistory.org/ark:/67531/metadc943803/m1/5/ocr/: accessed March 5, 2021), The Gateway to Oklahoma History, https://gateway.okhistory.org; crediting Oklahoma Historical Society.

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