Zions--Bote. (Medford, Okla.), Vol. 17, No. 30, Ed. 1 Wednesday, July 24, 1901 Page: 4 of 6

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(f r rufet alle, bie an ihrem Sünbeuelenb
mühselig beloben finb, 511 fidj unb er-
mähnt sie, fein sanfte« Jod) unb feine
leiste Saft auf fid) zu nehmen, bamit sie
killte finben für ihre Seelen. Unb auf
bieten tHuf finb schon Xaujenbe getont
uieti uttb hoben fidj ihm übergeben unb
trieben gefunben. Ja auf biefeu H«
lanberuf hab and) id) trieben gefunben
unb barf und) feiner ©nahe freuen, aber
bie oerfloffnen Jahre, bie schöne Jugenb
IVUttr fterr gefugt
unb 0<futib«N*
fliehe bie stifte ber Jugenb,
jage aber nach ber ©erecbtigfeit, bem
©tauben, ber Siebe, bem frieben mit
Villen, bie ben Ferrit anrufen oon rei-
nem Herzen. 2 Tim. 2, 22.
sWerte Sefer, lange fühlte tdt ba« ©e
burfni«, meine ©efehrung funb zu thun,
inelleidit sann e« einen Segen bringen,
benn bei (Hott ist fein Ting unmöglidj.......................... .u,*,,*
©eionber« mödtte ich bie jugenb!ichen j Zf*t, welche« bie Wiorgenftuube untere«
Herzen aufmuntern, unb fofeib mir äße j Nebelt« ist, mie habe id) bie ^eit oer-
berUich gegriifjt im Warnen be« iMottc«, | flruöet. 0 ein Sdjauber geht mir burdt,
ber bie Siebe ist unb ber un« aße beru> I tuewn id) ber ßeit gebenfe, mo id) ber
feit hat juni Sehen unb zu einer oöQi I gelebt, unb id) möchte eud), ihr
gen freube in ihm. Sein triebe ruhe toben jungen f»erjen, maruen unb rufe
auf un«, fein mächtiger Segen begleite CU(h 3«: Saufet au« biete tfeit, bieje
un« burch unser ganze« Seben, bamit e« flolbene selige Jugenbgeit, unb bringet
ein sicherer 2Beg merbe zum Fimmel, fo zur Ohme« zu. Haltet fest bie
ber schon jefct unsere fünfte Heimat fein Äinbfcftoft«ftunben, mo euch bie eitern
faß. Tiefer VBuufd) erfüllt mich, lieber ßeleh« unb sich bemüht, eud) in furcht
junger Seier, bie ihr ben fceilanb noch unb Ermahnung bem Herrn aufzuzie-
nicht gefunben, so oft id) eine« oon euch ^n- ®er Heifanb sagt auch: ,,G« fei
iehe. .^öher schlägt mein Herz unb ich ^enn' ^ajj *hf fud) umfehret unb merbet
möchte hingehen unb bie jpanb fassen, ro*e &** Sinbcr, so merbet ihr nicht in«
ba& sie am Vlltar beui Herrn Treue unb Himmelreich fomnten. Wfatth. 18, 3.
glauben gelobe, unb ba«Vluge, ba« noch Vlud) ich burft sie haben, bie schönen
so jung—miß« (Dort— unfchulbig in bie Winberjähre mit ben fügen kehren ber
bunte 28elt hineinblidt, ba« möchte id)! ©ltern, habe sie aber gering geschabt
Unaufrichten ju bem ©aterlanb, betn mir unb ungeachtet aß be« ©uten mich bem
miteinanber entgegen gehen. Unb menn bösen feinbe übergeben. So flohen bie
ich bann glauben sann, bafj ihr auf beut Tage, Wionben unb Jahre, uub mit
VBeg zum Himmel feib, omeldje ©Jonne! thuen mud)« auch immer mehr bie böse
Temi grefc ist bie freube, menn im Suft, Ungehorsam gegen GItern unb
frubling ba« Seben sich aßenthalben Sehrer, 3anf mit ben @efd)mif»ern, u.
regt unb schneeweiße mie rofenfarbige ba bie Schulzeit beenbet, ba ging« aud
Blüten bie ©äume bebeefen; aber größer mir mie Dielen anbern, e« entfprog ber
ist bie freube, menn au« einer frischen f reiheit«ftnn, mo ich glaubte bie ältern
Jugenb ein Tust be« emigen f riihling« nicht mehr fragen ja bürfen. Jn ber
Cbne mich sönnet ihr nicht« thun" |hin unb jehon bi« in« In. Seben«jal)r,
mi«»# Ki« am __w
webt, beffeu ©lüten oon feinem froft
bebeeft merben. Ten Schmerz aber be-
schreibt niemanb, ben eine oerborbene
Jugenb madjt, beren ©lüten Dom Ho-
nigtau ber Suft rostig zufammenge-
schrumpft ober fchmarz oom froft am
©oben liegen. Vieh unb mie Diele liegen
so barnieber! VBie manche« Herz fleht
umher mie ein Dermelfter ©aum, bessert
SWarf uom Derbeerenben VBurm zerfres-
sen mirb. Solche Wot mit nagen VIu
gen anfehenb, bitte ich euch, geliebte jun
ge Sefer, habt acht auf eure Seelen, benn
ein schädlicher f einb steht un« nach bem
Sehen, um un« untauglich zu machen
für ba« Weid) ©otte« unb mahrlich, e«
ist biefemmüften feinb nebst feinen ©un-
be«genoffen schon gelungen, Taufenbe
■baburch für ba« irbifche Sehen unbraudj-
bar zu machen. ©Ja« mirb aber enblid)
bie Grotgfeit bringen für solche arme,
um Straft, f riebe unb Sehen schon hier
betrogene SeelenV Vluch hier gilt: ©Jie
bie Saat, so bie Grtite. Tie Schrift
sagt: „28er auf fein fleisch säet, ber
mirb Doms leifd) ba« ©erberbeit ernten."
@al. 6, 8 unb: „Sein Unreiner hat Grbe
att bem Reiche ©otte«."Gph. 5,5. „So
jemanb ben Tempel ©otte« (ben Seib)
Derberbet, ben mirb ©ott Derberben."
1 Sor. 3, 17, menn sie sich nämlich nicht
belehren. Unb mer sich in biefer Sage
befinbet, ber sann nid)t anber«, al« au«
ber Tiefe feine« Herzen« au«rufen: „0
ich elenber aWenfd), mer mirb mich erlö-
sen Don bem Seihe biefe« Tobe«!" Wur
einen giebt e«, ber helfen sann, e« ist
Jesu« Gh*iftuS- Taher er selber sagt:
©efeßfehaft oerbradjte ich bie 3eit nur
mit oerfchiebencn Suftbarfeiten uub
übte mich mit meinen ftameraben im
©ehorfam ber Sünbe, verfiel folgebeffen
auch in Thaten baoon un« bie ©ibel
benadjridjtigt, bie ucr ©ott ein ©reuel
finb, immer tiefer unb tiefer. ©Johl
Don ©Item unb ©efchmiftern bennod)
geliebt, meil ich äußerlich Zu besehen
nicht so schlecht mar, unb immer noch
Vlnbachten besuchte, innerlich aber oer=
borben, zunt ©uten untüchtig, Derftod=
ten Jperzen«. 0 ihr lieben jungen
Jreunbe, bie ihr biefen meinen ßuftanb
leset, lafet euch marnm, merfet
. --------auf ba« i... ........ ivmi vu uvui 11 iu)i
Vlnflopfen be« Heilanbe«, menn ihr j aße« au«geräuint fei. So fühlte ich
ba aber mürbe ich eine« Tage« burch
bie Stimme eine« ©reb. (auf bei Hoch«
Zeit ©reb. Jas. Siemeu«, jermedt unb
ermähnt, einen ©lid zu thun in bie
©ergangenbeit. ©fit fdnoerem Herzen
ging ich heim nnb fing an ju ringen,
bod) id) sonnte mich selbst nicht erfenuen,
menn id) auch oft unter Thränen
seufzte mit ©erlangen, ein auberer
©lenfd) zu merben. VI ber mie ber Herr
sagt »tönt. I», 15; „«essen id) mich
erbarme, be* erbarme id) mid)." Unb
so erbarmte fidj ber Herr über mid),
mo er nach ©erlauf eine« Jahre« burch
einen befonbereu ©nabeuruf in unsere
©litte trat, inbiitt ev eine Sdjmefter
burd) einen fchneßeu Tob Don un« nahm.
Ta« mar eine hatte ©rebigt für mein
arme« Herz, uub eine immer miebetho
lenbe Stimme fragte: „©ist auch bu be
reit zu solch einem schließen HinfcheibenV
©ein unb aberntal nein. Ta fam eine
Unruh über mid) bie mid) be« Tage« bei
ber Vlrbeit unb be« ©ad)t« beim Sdßafe
nicht oerliefj, benn ber Herr zeigte mir
aße meine Schulbeu, so ba& ich« nicht
mehr ertragen sonnte unb fluflucht neb
men muhte zu bem, ber sie schon aße
abgebüßt hat. Jnbem id) zu ben
geistlichen «äffen griff, fing ich an in
ber heil. Schritt zu suchen, so fanb ich,
ba§ fein Siinber so grofj fei, bem nicht
geholfen merben sonnte, uub so mar
aud) für mich Vlrmen Hilfe nah, id)
bürste e« nur im ©lauben ergreifen.
Unb ber Herr gab mir biefe«, mid) im
©lauben zu freuen, bah auch für mid)
in bem ©lute Christi Heilung iei, euip
fing auch ben vergetgeneit heil. ©eist, ber
mich lehrte, wa« ich thun foße, so hatte
i$ benn aud) bie greube, im Jrühling
unter ber Sdjaar ber Schüler zu fein
unb mürbe burd) bie Taufe in beu Tob
Christi begraben, uub in bie ©emeinbe
aufgenommen. So schritt id) burd) bte
©nahe getragen uormärt«, lebte im
©erfehr mit ©ott, unb hielt au im
©ebet. ©efonber« bat ich ben Herrn,
er mofle mich immer mehr erleuchten,
unb mir bie Vlugeit öffnen, benn id)
ühlte tool)!, bah id) ^rieben hatte, aber
auch rnieber nicht ganz unb ber Herr
erhörte mich unb zeigte mir, bah ein
Teil meine« Herzen« noch nicht erleud)=
tet merben sonnte, meil ba noch nicht
mir, benn id) hatte bie ©nahe,
balb mieberfehrenben SNanne
mein ganze« Herz aufzuschütten
uub gemeinschaftlich mit ihm zu bansen.
Vieh wie freubig barf ich iefM beut lieben
Heilaub bansen für bie munberbare ftüf)>
rung au« bent Sünbenfchlaf in ba« Sid t.
©un ©ottlob, e« hat gefunben
Unser Hirte Jesu« Christ.
©ad) so inandjen bangen Stuubeu
Ta« oerlorne Scbäflein ist,
Jept in feinem sichern Vlrnr
Jubclnb, freubig, ebel, rein,
Trägt ber Hirte ooß erbarmen
Cin« ber Sieben rnieber heim. *
©un meine l. SeiVr bie« ist mein
schritt au« bem Tunfeln zum Sicht,
munberbar hat'« ber H*rr geführt, ja
m mberbar finb feine ÜBege, ba« erfen-
net meine Seele mot)l. So meine 1.
©iitfünber, üernachlähiget nicht bie
ermedung«zeit, fonbern auf, lasset e«
euch ernst fein! ©« ist Cure Seele,
Cure eigene Seele, Guer emige« Üöohl,
ba« auf bem Spiel steht! Tort ist ba«
Wreuz unb an bemjelben ber blutenbe
©ott- ©leufd), schaut auf zu ihm, so
merbet ihr ielig! Terbeil. ©eist ist
ba, um Gucfj jeber ©nabe teilhaftig zu
machen * Schauet betenb auf zu beut
breieimgen ©ott, bann merbet Jhr
erlöst. Ter H*rr fchenfe e« au«
©nabeu unb gebe, bah aud) biefe« zu
betn flioede gesegnet merbe. Vtmen!
©od) einen ©ruf) au aße Sefer doii
Curem ©ruber J. ©aul«.
meine Helfe naety HnglanH.
©on ©r. Job. Harber.
e« leset, benn ich bin gemifj, bah er ba
ist, sofern bu ihn noch nicht angenom-
men. G« mirb auch euch einst, so euch
bie Vlugeit geöffnet merben, eine «eniut
ergreifen unb merbet sagen: 0 sönnt ich
biefe bösen Tage megthuu uttb bie Don
©ott mir gegebene heilige Jugerbzeit
rnieber haben, um sie bent Herrn zu
rnibmen:
Ja Verlorne Seit, sönnt ich bieg noch-
mal« füffen, —
3u Jesu güfjen märst bu mir
beflissen!
©lir bricht ba« Herz, menn ich jefct
baran benfe —
Jn ftreuj unb ©lüd ben ©lid gen
Himmel lente.
©un trog aß ber Sünbe unb aß
ber ©o«heit hatte ber Herr mich nicht
Derlaffett, bettn gleich auf ben ersten
Sünbenmegen n ar auch ber Heilanb ba,
uub rief mir ihm zu folgen, aber ich
moßte nicht. So lebte ich bie Tage ba»
auch leinen fortschritt iui geistlich^
Sehen. So ging« rnieber an« Sümpfen,
benn ber Jeinb sagte, e« fei nicht nötig,
üor SKenfchen zu befennen, meil id) bie
Sünbe nicht oor 3©enfd)en begangen,
hielt aber an im ©ebet unb ber Herr
besonnte sich auch Zu biefer meiner ©itte,
führte mich in ben Tienft, unt hier Dofle
Slarheit zu erlangen. VU« ich im
Tienfte staub, gefiel« beut Herrn, auch
hier Sicht anzuzünben, um bie (Seinen
Zu ermedett. ©eifeprebiger Jafob
üuiring fattt her, ber mirfte mit gro-
ßem Segen unb e« erhielten Diele
friebett. Vluch ich mürbe reichlich
gesegnet fam aber nicht zunt üoflett Sieg.
Ta erhielt ich eine« Tage« eine Grflär
ung über Jas. 5, 16: „©efenne einer
bem anbertt bie Sünbeit, unb betet zu-
sammen." 0 mie freute ich mich, bie-
fe« gefunben zu huben, ging folgebeffen
ernster in« ©ebet unb ber H«r besonnte
SHontag ben VO. Juni fuhr ich mit
meinem ©r. VI. H- nach friebeb«borf
Zu meinem ©etter Heinrich Schulz.
Eien«tag nach Vlltonau zu meutern ©r.
J«b. Harber. ©adjinittag nach ©ofeit-
ort zu Vlbrah. Gppen; beren Tochter
fühlt auch bie Vlufgabe, sich zum Tienft
für ben Herrn oorzubereiten. Teffcn
Schmefter ist bie Jrau be« VIbr. Harber
in ber ftrint. Tie Gltern finb christliche
Seute. Ten 28. schrieb id) oier ©riefe
nach ber Hetmat, unb besuchte Vlbenb«
noch J. Thiefjeit«, Vlbr. Harber« Sittber.
Ten 2U. besuchte id) morgen« T. Gpp,
auch bte Vlbramfche. Sie ist alt uttb
fchmach, beflagte e«, bafj niemanb sie
besuche uttb sie auch feine ©riefe erhalte,
nur ihr galbbruber ©et. Xöm« ber
schreibe ihr noch oft, ma« ihr auch sehr
erfreulich fei. ©on ba giugeit mir bi«
T. Slaaffen. ^u 9©itiag ging ich Z«
T. Gpp, meinem Sdjmager, ©arfmanti;
sie ist meine ©idjte. Hat aud) schmerz-
liche Grfahrungen gemacht. Jhre zwei
Söhne fatuen in ©tünfterberg beim
©raube ihre« Haufe« iit feuer«not. Ter
eine ist babei umgefommen; ber attbere
noch mie ein ©raub au« bem feuer
gerettet, bodj aber nur mit Dielen
©raubmunbett baDon gefontnien. fuh-
ren auf bent Stüdroege noch bei Jacob
legier in aWargenau an, meldter ©rüfje
an feinen ©ruber befteflte. Ten 30
Juni mar id) etma« bei Gor. ©ofefj-
mamt«, meiner Sdjm. Helena ihre Toch-
ter. Wach ©e«per ging ich unb mein
©ruber noch Z“ Jacob ©rauneu; sie ge-
\
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Harms, Johann F. Zions--Bote. (Medford, Okla.), Vol. 17, No. 30, Ed. 1 Wednesday, July 24, 1901, newspaper, July 24, 1901; (https://gateway.okhistory.org/ark:/67531/metadc943552/m1/4/ocr/: accessed March 5, 2021), The Gateway to Oklahoma History, https://gateway.okhistory.org; crediting Oklahoma Historical Society.

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