Zions--Bote. (Medford, Okla.), Vol. 18, No. 4, Ed. 1 Wednesday, January 22, 1902 Page: 7 of 8

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V»ilfr bn unserer Station Vanbechoba
au, too bn# Aubrwerf auf un« wartete.
Cb^tuar id) Vr. ®. Diid oon iöaridiau
getelegraphirt baue oon unserer An
funft, so baue er e# fomebr für fidi
behalten uub so famen wir ganz uner-
wartet auf einmal ut bte Versammlung
in VBassilemfa, was D«e Versammlung
ganz erregte G« war auch bist wieber
ein frohe# VBieberüpen mit ben Unfern.
3a e« ist bier alle« betn 'Wechsel unter<
morsen Sdieiben unb Wieberfeben, aber
e# fommt eine Best, wo e« feine trenn
iiitfl mehr stiebt, wenn wir werten zu
Jpaufe fein bei unterm lieben $errn.
Tor perr möge un« allen babin bringen.
VMuß noch bemerfen, baß ftelena
Vaul«, weidn« meiner ftrau siebte ist,
mit un# zusammen bie Weite nadj >Huß
(anb inadtte. fterzlidjen Gruß an aQe
Geschwister hüben unb brüben oon
(füren VWit pilgern nach ^ion
Wilhelm u. 'Agnetba priesen.
Htiftlaitfe, Sparvau, ben 11. Dez.
1901. 'Werter „Bton« Vote!" 'JWuß
bir einmal wieber etwa« mitteilen, benn
bu bist un« nod) immer ein wiüfontme-
ner (Mast in unserem $ause. And)
untere Slinber fragen oft, ob nidtt Vr.
löw« heute wieber ,,3«on« Vote" au«=
geteilt bat. Wir haben e# in unterem
lieben Geschwisterfiei« so: Vr. Döw#
befommt ba« S4?afet „Bion# Vote" zu-
gefebidt unb zum S4luß in bet Ver-
iammlung teilt er bie Vlätter einem
jebeit ju. Oft wirb bei un« ber
„Bton« Vote" nod) oor bent VWittag#»
essen butebgeseben. Wir ist bie Sache
nicht ganz flar, weswegen einige oon
unteren I. Geschwistern abbestellen unb
in ber Stelle lieber ein anbere# Vlatt
lesen. 3st bod) bie Überschrift über
unserm Vlatt so woblflingenb. 3ft e#
bod) ein Vote au« Bton, unb in 8*°”
loerbeit perrlidje Dinge geprebigt, so
lesen wir in Gotte« Wort.
jpeute, al« ich ben 'Aufsah oon Vr.
Veter gast, 'JJebra«fa, la#, würbe e«
mir so erfreulich, baß er so eine Gr-
faprung mitteilte, wie er oft mit einem
armen Sünber an# rote VJteer gefom-
meu, uub ber liebe (Gott so wunberbar
burchhalf. 0bsd;on mir ber „
Vote" so wert ist, so habe ich hoch oom
1. gebt. 1*9!) fein Leben#zei4en oon
un« gegeben. Vorige# 3ahr bat ber
(Geist (Gölte« mich oft ermähnt, unsere
Erfahrung mitzuteilen. Aud) bie Ge-
schwister erinnerten mich baran. $abe
ben lieben Geschwistern nicht oiel baraus
geantwortet, aber mehr barüber na4ge=
badjt. fühlte mich zu unwürbig bazu,
aber bie aus ben $errn hoffen, stiegen
neue Straft u.s.to. 3es. 40, 31.
Wir haben im oetgangenen §abr im
Geistlichen ein bürre« 3<4r gehabt,
.frier in unfern beiben Dörfern Sparrau
unb st ontet.iuSselb haben wir fein Daus-
fest gefeiert. So lange wie wir hier
unser Versammlung«hau# haben, schon
über j?hn 3°ere, haben wir beinahe aQe
3abre Dauffest gehabt. G« schien auch
im oorigett 3aht, al# wenn mehrerer
Geschwister Slinber anfingen, juni
freilanb zu rufen, unb rufen auch noch.
Der liebe freilanb wolle ihnen weiter
helfen. Wtr wollen glauben unb für
unsere Slinber beten, baß sie sich ganz
überwtnben sönnen unb fühbem £ieilanb' Von selbst bringt Vlüt unb frucht,
hingeben, Slinber, benft nu; nicht, baß Ma„ ffj„c Arbeit an
r« euch allem schwer fällt, aQe« zu über-
winben. G# hat euren lieben Gltern
aud) uiel gefoftet, aQe« abzulegeitunb
sich zu befehren. 34 habe e« noch
nicht vergessen, wie schwer e« mir wuibr,
meine liebe Gltern unb Geschwister oor*
bei nach ber Versammlung zu gehen,
al« ber Geist Gotte« so ganz befonber#
an meiner Seele arbeitete, bah i<h wich
befehren soüte. 'Wtr wohnten noch in
ber halben Wirtschaft, waren Darauf
ganz fchulbenfrei, hatten schon etliche
frunbert Aubel auegeliehen, unb ba
fam mir eine« läge« in ben Sinn, wenn
ich meine halbe Wirtschaft wieber ganz
schulbig würbe, unb ich bann meine
Sünben nicht bürste an« Lüpt bringen
unb fönnte selig werben woQte td) noch*
mal# aüe# fdiulbig werten. So schwer
fiel e# mir, allem abzusagen. Aud)
wenn wir, meine ftrau unb ich, zur
Atenbstunbe gingen, sinb wir mitten
auf ber Straße, wo fein Weg war, ge«
gangen, ober hinter ben fräusern, baß
ich badjte, hier werben wir bod) feine
'Utenfcben begegnen. 34 woQte nicht
oon ben lieben ftreunben getroffen unb
gefragt werben, wo idj hin gehe. Lügen
woQte ich nicht unb aufrichtig sagen fiel
mir zu schwer. Ginmal ist e# bem
Deufel gelungen, bah <4 meinem Vru
ber ni4t bie Wahrheit sagte, wo ich ben
porigen Abenb gewesen war. G# war
an einem Mittwoch abenb bei unserem
ÜHa4bar Veter Vraun ^Ibenbstunbe, uub
an Diesem 'Abenb war au4 gerabe
Dorf#beratung. VII# mein Vruber nun
fragte, warum ich ni4t beim S4ulzen
gewesen war, sagte ich, td) habe Zuhause
an ber frobelbanf gearbeitet. vJiad) et=
Ii4en Dagen trafen wir bei unserer 1.
3J?ut*er zusammen. Vetm Vlbenbessen
nun sagte mein Vruber: „So, Vruber
3ohann, bu warst QWittwod) zubaufeV
Warft bu nicht bei 'JJeter Vraun in ber
Versammlung?" 34 musste gerabe ba
beim peflen Lampenlicht gestraft werben
unb gestanb, baff ich gelogen hätte.
Vlber Gott sei Danf, feit jenem Abenb
habe id) immer sagen sönnen, wo ich
gewesen. SoI4e 'Aacptgänge, mit sie
'Aifobemu# gemacht hat, habe ich auch
gut fennett gelernt, aber aQe# beugte
VII« Wut), oor ber un« bangt;
Der frerr hat stet# an un« gethan
Wa# er oon un« verlangt.
3obapn u. Vlnna Diid.
'Jhfo f a t p o 1,3. Dez., 1901
Wir haben jept feit einiger 3eit sehr
schöne# Weiter gehabt, manche sinb mit
bem Dres4en fertig geworben, anbere
aber werben noch minbesten« bi« Weih
na4ten arbeiten müssen. Dropbem bah
oiel umgefommen ist, giebt« ntand)er
Orte noch gerabe so oiel wie im porigen
3abre. Gintge« Getreibe ist auf bem
Jfelbe geblieben. 3w Laufe bieier
Wodje foQ Hochzeit sein; bie Vrautleute
sinb 3afob, Sohn be# Vlnbrea# Vuüer,
unb Gltsabeth, Tochter be« fiirzli4
uerstorbenen Vr. Gor. Gcf. 3” Crloff
würbe einem Stinbe oom eigenen frof-
bunbe ber Oberarm arg zersleisdjt. Der
frunb ist erschossen worben. Unter ben
ftinbern herrscht eine Stranfheit mit
pusten oerbunben, hält aber burdjgän-
gig nur etliche Dage an. Vei un#
mehren sieb bie lanbbebiirftigen Leute.
Gornel. Ströfer au« Crrfoff gebenft mit
seinen alten Gltern 3slf. Ströfer#, früher
Stuban, nach Vlmerifa zu gehen. Gr
hat eine Familie wohl au« 5 Seelen
bestehenb. —n.
$a*fatd)ctt>ati, 9iofthern, 1.
3an. Weil bu, lieber „Bion# Vote,"
ein Segensträger bist in 3i°u, so wiQ
id) bir auch mitteilen, wie oiel Segen
un# ber Jperr gesehenst hat in oerflosse--
ner Beil. Den V4. Dez. abenb« hatten
wir einen V3ethnad)t«bauni aufgestellt,
wozu etliche oon ben Nachbarn eingela
ben waren. G# famen :3(5 Slinber zu-
sammen ohne bie Vllten. Ü8 Slinber
sagten Gebichte unb VBünschc auf. Vr.
St lassen oerhanbelte bie Gesd)i4te oon
3esu Geburt mit ben Stinbern; hatten
aud) eine fleine Übung im Singen mit
ihnen, wel4e« si4 sehr s4ön machte,
unb ber Vlbenb war im Segen oerlebt.
Gin jeber ging freubig unb im Segen
seiner $ciniat »u. De# Morgen« suh:
ren wir noch mit etlichen Ges4w. 5U111
VersammlungShau«, wo wir wieber
oom $errn gesegnet würben.
Vlm 31. Dez. abenb# fatnen noch
mehrere zu un«, bann hielten wir 3ah
mi4 nicht so sehr, al# ba& i4 gelogen re«schlufe. Wir waren unserer 11 bie
Jolle, «betreuen, bi* «o» lieben.13<1^ei!r((t),m„3 Wt„,( ei„ jcbet mit
bienen aQe Dinge zum besten, wenn sie
oom Li4t gestraft werben, unb so habe
i4 e# auch erfahren. Der .!pei(anb
bliefte mich ben Vlbenb aud) an unb ich
habe geweint über meine Sünben;
3esu* hat mir Glauben unb Vergebung
gesehenst, unb id) habe meine Wirtschaft
sich selber. Dazu hatten wir zur Ve-
rachtung 3oh. 14,13 bi« Gube. Da«
gab einem jebeti Anleitung, sich selbst
Zu untersuchen, unb wir fühlten bafj ber
£err in unserer QJJitte war. Vlm 9ieu
jahrStage fuhren wir nach Der Ver-
sammlung. Drobbent e# • etwa« stür
bi# auf biesen Dag sönnen behalten. versammelten sich bod) eine
Bwei unserer Slinber sinb schon befehrt
unb für bie anberen 5 haben wir bie
Verheißung, sie werben sich auch befeh-
ren. SoQten wir bann nicht gefchieft
fein, un# ihm mit aüem zu f4enfen, ber
un# au# lauter Güte zu sich gezogen
hat?
SHan ist nicht $err, man ist nicht
ta4t,
ÜWait ist ein fröh(i4 Slinb
Unb wirb stet# fel’ger, wie man recht
Den sperren lieb gewinnt.
3Kan wirft in stiller Dhätigfeit
Unb wanbelt ungefu4t,
Gleich wie ein Vaunt zu seiner Best
3ahl Geschwister unb wir bürsten in
ber Hoffnung sein, baß ber £err un#
an biesent Doge Segen sdjenfen würbe.
Vr. VIbr. VBiflem# njachte ben Anfang
Zur Gebet#stunbe mit fßs. 122. $ob
heroor, baß wir un# freuen tönnten in#
^)au« be# $errn zu gehen, zu bansen,
u.s.w. Dann würbe gebetet. Vr. 3<4.
Veter# sprach zur ASeitererbauung über
Gbr. lü, 35: „Werfet euer Vertrauen
nicht weg." Gin jeber soQte sich selbst
untersuchen, wo er« nicht getroffen hat,
unb bann bie Veloljnung im Vertrauen
erwarten. Dann sprach Vr. 3afob
öien# über 1 SWos. 2H, jo bi# Gnbe,
wie 3afob mit bem ^ttrn zusammen
traf an einem Crt, wo er übermutyetr.
3afob wußte, wa# geschehen war, aber
er wußte aud), baß Gott aQe! fein
müßte, wenn e« ihm gelingen soQte. So
foQten aud) wir ben jperrn auf unserer
Seile haben, wenn e« un« gelingen soll
unb wir unter seinem Segen srinmoQrn
Dann bansten noch mehrere bem $errn
für bie Gnabe unb Den Segen. Vr.
VBien# machte besannt, baß nachmittag#
ein freie« Vegräbni# ftattfinben soQte,
inbem Sdpuester Vd*r Siemens gestor
ben war.
fWachmittag um 1 llßt begann bie
Draueroersanimlung. Vr. ^V'ttr«
machte ben 'Anfang mtt Vs. 39, 5—H.
.{)ob h«roor, baß ber $err mit ben
Seinen eile, um auch anbere zu Riehen.
Dann sprach Vr. Sien# über VWidja, 2,
10: „Darum macht euch aus, ihr müsset
baoon, ihr soQt hier nicht bleiben." pob
befonber« hnoor: Wohl bir, bu barfft
hier nicht bleiben. Wtr bürfen nicht
immer im Stampf unb Streit bleiben,
benn wir bürfen un# freuen, baß wir
eine VBohnung im $immel haben, wo
aQer Schmerz unb aQe« AJeh ein Gnbe
bat, wa« un# hier nod) begegnet unb
wo wir burd) müssen. Der Dob ist ber
Sütibe Solb. Die Schwester war eine
geborne VJlire pin«, Docpter be# Wtlh.
pin«. Sie ist gestorben ben 29. Dez-,
1901 unb begraben ben 1. 3an., 1902.
Stranf gewesen s üDfonai. Vllt gewor-
ben 31 3- • 3W- 3" ber Gpe gelebt
mit ihrem Gatten Veter Siemens 7 3.
10 3W. hinterläßt 5 Slinber, bie mit
ihrem 'JSapa ihre 3Aama betrauern, aber
sie bürfen nicht trauern al« bie feine
Hoffnung haben, benn sie ist selig peiin-
gegangen.
WiQ noch berichten, baß wir ben 2.
3an. bei un« GebetSftunbe hatten. Da#
Dhenia war: „Dein 9feid) fomme." G#
würbe innig unb herzlich gebetet, baß
Gotte# 9teid) fommen möchte in unb um
un«. G# waren recht oiele Gäste ge-
fommen, unb wir fühlten, baß ber herr
in unserer SWitte war. Da« Wetter ist
gegenwärtig sehr gut, heute morgen nur
5 Gr. 9t. fält. Der Gefunbt)eit#zu-
stanb ist ziemlich gut, nur hin unb wie-
ber hört man oon Grfältungen. Die
S4Üttbahn ist nur sehr mager, baß e«
si4 ni4t sehr gut fährt. Wünschen
aüen Lesern baß ber .sperr Gud) unb utt#
ein gesegnete« 3aßr sdjenfe.
3ot)ann Cuiring.
— SRosthern, 7. 3an. Will
bem „3ionS-Vote" etwa# mitgeben, wa«
id) glaube, aQett .ftinbern Gotte« zum
Segen unb zur ftreube fein wirb. Will
befonber# oon einem Vlbenb in ber Ge
betswoeße mitteilen, wo wtr, bie wir
Zusammen waren, burd) bte 'Arbeit be#
Geiste# Gotte# aQe bewogen würben,
bem hentt bie Gßre zu bringen, unb wo
wir mit bem Düpier einstimmten: „C
wie süß flingt 3efu '.Warne," u.s.w. Gi=
ne Seele schrie zu Gott um Vergebung
ihrer Sünben, anbere bansten schon ba-
für unb waren frop, Daß 3efuS sie
gesucht unb gefttnben, unb baß sie jept
in ipnt rühmen sonnten. G# würbe
mir groß, wie bie eine Seele auch für
seine Slamerabett betete, baß ber |wr
au4 sie belehren möchte. Oft haben
j

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Harms, Johann F. Zions--Bote. (Medford, Okla.), Vol. 18, No. 4, Ed. 1 Wednesday, January 22, 1902, newspaper, January 22, 1902; (https://gateway.okhistory.org/ark:/67531/metadc943349/m1/7/ocr/: accessed April 17, 2021), The Gateway to Oklahoma History, https://gateway.okhistory.org; crediting Oklahoma Historical Society.

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