Zions--Bote. (Medford, Okla.), Vol. 22, No. 12, Ed. 1 Wednesday, March 21, 1906 Page: 1 of 8

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n<N(f jütifd?** natiinaHUö.
fort loo bie 3<ber fd)lanf bie 'Wolfs riifit
Unb loo bie schnelle Vorbau» toelte fliest»,
fort, teo bie Slfcge meiner 'Kater ruht,
f a« gelb getraun bot 'l’taffabäer Klut:
sie« Neid) am blauen 3ReereSj)ranb,
©# ist mein liebe« traute« Katerlaub.
Unb toenn mich tobe «rast oott borten riß,
3n frembe länber grausam mich oerftiep,
f a« .'oerj e« blieb in 3ion nod) jurücf,
)iad) Sonnenaufgang fliegt mein feuchter
«lief,
M sieb, nach Cften täglich bingeioaubt,
Um Nücffeljr in ba« traute Katerlanb.
Weitn aber nach be« «sdjicffaia strengem
Nlunb
3u früh mein Jittge bricht auf frembem
©runb,
So fenft mich in bie fühle (^ruft bcbenb
3Jt it meinem Jlittlip nach bem Orient;
ü)tit meiner Stint nach 3ion bingeioaubt,
Nach meinem teuren, lieben Katerlaub.
friii toill ich lauschen, lauschen in©ebulb,
Ki« abgebüßt ist meiner Käter @<hulb,
Ki« sich ba« 'JMap ber Reiben bat gefüllt
Unb ein Erlöser meine Sebtfucht stillt,
f er ba« oertriebene «oll mit fiarfer •V'aub
3itrücfbringt in ba« halbe Katerlaub.
fort 100 bie 3*ber frfjlanf bie 'Wolfe fügt,
Unb roo bie schnelle 3orban«toelle fliegt,
fort, roo bie ?lfdje meiner 'Kater ruht,
f a« gelb getraust mit 'JOtaffabcicr «lut,
gn biefe« Neid» ain blauen Nteercäftraub
ju biefe« liebe, traute «aterlanb.
(©iiigefaubt oon ©. S.)
£rcm6c streit.
©bt. 13, 9.
Der 2lutor, ber feiner 3*>t °bige
Sorte geschrieben hat, muff mogl ba;
mal« schon oott oerfchiebenen abmeidieit;
ben legren, bem ©oangelium 6grifti
wiberfprecgenbe Nnficgten, bie steh gcl;
tenb gemacht, gesehen unb gehört haben,
benn bie betreffenben Sorte: „Söffet
euch stiegt «Mit mancherlei unb freinben
kehren umtreiben" u. f. tu. lassen
schließen, baff bem so fei, unb mir
müssen sagen, baff biefe Sucht eher ju;
genommen hat als abgenommen trog
ber niarneuben Sorte, bie ber 2lpoftel
2$auluö ©al. 1, 6—9 schreibt: „Nber
so auch mir, ober ein ©ngel uom £)im:
mel euch «oürbe ba« ©oangelium prebi-
gen, anber«, benn ba« mir euch gepre;
bigt haben, ber fei verflucht." Soher
aber ist e« gefomnien, baft bie Seit
mit freinben unb mancherlei kehren
fojufagen überfchmemmt mürbe? ©ben
bar um, meil bad ,fierj nicht fest uub,
©otte« ©nahe oerfäumt mürbe.
Unter fretnber legre hat man ju oer;
stehen, legren bie nicht mit bem ©oan;
gelium i<^rifti oereinbar finb, trobbem
alle sich auf bad Sott Wotteo berufen:
„fasset euch Nietnanb ba«3i«l uerriiefen
ber nach eigener Saht einhergehet, in
Demut unb ©eiftlicgfeit ber ©ngel *)
be« er nie fein« gesehen hat, uub ist
ohne Sache aufgeblasen in feinem
fleischlichen Sinn; unb hält sich nicht an
bem .$aupt, au« mclchent ber ganje Seib
burch ©elenTe unb gugett ^anbreiegung
empfängt, unb aneinanber sich hält unb
also mächst jur göttlichen ©röste" .Hol.
2, 18. 3$ enthalte mich namhaft ju
machen, welche solche finb, aber bie sich
am nächsten an ba« stäupt halten uub
nur in Ansichten unb Meinung oer;
schieben finb ba sann oon einer freinben
Setfre nicht bie Nebe fein.
©« finb un« fahren in ben Senb-
fchreiben ber Offb. beschrieben, bie ber
£>err hasset.. Die ber Nicoliaten, 23a;
laatnö, Gefabel ujtu. hieraus ist flar
ju ersehen, baß i eben ©griftu« töelial
gebient mürbe. ,£>ier finb anfcgließenb
alle bie mit eingerechnet, bie in 2 Hör.
0, 14—10 beschrieben stehen, oon
welchen 2tu«gnitg unb Nbfonberung ge;
leljrt mürbe.
©« ist ein ichmerjlidjer 3“9 ««* ber
©efdjicgte, baß feiner 3*‘* bie Not;
menbigfett ju Doge trat, bajj unsere
ersten iörüber ausgingen auf ©runb 2
Hör. 0, 14—18. Nicht barum, bajj in
ber Hirche feine ©läubigett mären,
fouberti welch ein Deil halber ©läubige
mit bem Ungläubigen? ©« war ba;
mal« so uub ist auch noch so, bettn mo
^mischen belehrt unb unbefehrt feine
©rettje gejogen ist uub Berufung auf
eine Dause, bie beibe ju gleicher 3*>t
empfangen, gelegt wirb, baß sie auf ihr
tüefenntni« be« Ntunbe« (ba« Jj)erj
fommt uidjt in betracht, sann nicht in
betradjt foitiinen) getauft werben, muh
notmenbig, ober besser folgerichtig ber
Schlug gejogen werben, baß e« al«
feine gottgewollte legre sann betrautet
werben. Dafj aber auch solche ©emein;
ben in ©otte« ^anb finb, wer will e«
bejroeifeln? Dem ©ngel ber ©eineine
ju Sarbe« mürbe gesagt, ma« fehlte,
unb bie wenigen Namen barinnen finb
int 58ucg be« leben« angeschrieben, unb
ich glaube, bah oon biefen noch oiele
bußfertig be« £>eil« in ©grifto teilhaftig
werben.
@§ ist ja jonft fein so grober Unter;
schieb in ber legre al« ber: „Ser ba
glaubet unb getauft wirb, soll selig
werben." Nur bie tat macht ben
Unterschieb, urib in ber Dat ist man erst
selig. Ntenno Simon ging au« ber
*) «sliin auf Schmebeiiboig liejogcn mei;
ben.
fatholifchen Hirche au«, er fanb in ber;
selben nicht bie eoangelifche legte,
fouberti eine nach bamaligen2lu«brüden:
babilonifche £>ure, l'ehre Söalaam«.
Offb. 2, 12—17. ©r oermarf bie
Hinbertaufe unb lehrte Siebergeburt
oor ber laufe. ©3 sah oot 40 fahren
in biefem Stücf recht traurig, benn man
glaubte bamal«, bah man e« uicht
missen sonnte, baß man Vergebung ber
Sünben erlangen sönne, folgebeffen e«
sich unmöglich machte, bah £i<gt «nb
ginfterni« ©enteinfebaft mit einanber
haben sönnen. Offenbar got ber l.
Jperr ju bem notmenbig geworbenen
Wuögang feinen Segen gegeben unb e«
ist in oielen fingen anber« geworben;
man glaubt jefct allgemein, baß ein
jeher sich 0(m b« 5«nfterni« jum wun;
berbaren licht, oon ber ©ewalt be«
Satan« ju ©ott belehren müsse, ©in
Urteil ju fällen ober richten, fühle ich
mich nicht berufen, freue mich baß noch
etwa« ©ute« oott Nienno« lehren ge;
blieben ist, ein Segen, ber nach ©otte«
'-ßergeijjuitg bi« in« taufeitbfte ©lieb
reißen soll, baher ba« gestalten an
9Nenno« lehren, wenn auch nur «oie e«
ber galt ist in oeränberter gornt. le;
benbige« ©griftentum ist bie ©runblehre
aller teuern ©otteSfnedjle, eö sann ba«
auch 9ac nicht anber« fein meil mir einen
lebeitbigeu £ieilanb hoben, einen 3luf;
erftanbenen oon ben 5£oten, ben ©ott
auferwedet hat.
Schon oor bem oben ermähnten 2(u«;
gang hattei« f«<$ bie DNenuouiten in
flainmifche unb friejenfdje geteilt, noch
in HSreufjeit. Später in Nufjlaub trat
bie Hleine;©eineittbe au« au« Ursachen,
bie id) h«or nicht erläutern möchte, nur
so oiel, e« hanbelte sich «*«ehr lu** äufeer;
liehe Sajwngen al« um ba« innerliche
leben eine« miebergeboreiteit ©hriften.
^eht ba einmal bie lehre ber hl-©chrift
ju ihtem Necht gefommen ist, unb oiele
3uoerficht ju ber angebotenen ©nabe
erhielten, suchte man auch «n bett ©e=
nteinben geistliche« leben ju mecfeit,
hielten aber babei bie nach väterlicher
Seife begutachten Solingen bei,
auf ein 23efenntni« be« Ntunbe« in un;
oeränberter gorm bie laufe ju Dolljie;
hen.
211« ju feiner 3**t bie sogenannte
s43eter«;@emeinbe sich oon ber Hirche
loörijj unb sich iu tiner ©emeinbe
organisierte unb nach ?l|ien jog, hielt sie
ebenfall« bie Safcungen berfelbett bei;
auch fie nahmen 2ln|'toß an ber glufe;
taufe trofc besserer Überjeugung. sBeroei«
bafür, bajj bie meisten sich unserer @e;
meinbe angeschlossen.
Unb jefct sagt un« ber „3iou«bote,"
habe sich c'u ©emeinfdjaftöfrei« gläu;
biger ©lieber au« oerfchiebenen ©e;
nteinben jufammengefeht unb feien bei
ihren 3uiaininenfünften allmählich ju
ber ©rfenntni« gefontmen, sich (noch)
ju einer ©emeinbe jufaitimen ju schlier
gen unb wte au« ber tüotfchaft ju
schließen, baß auch mit 23eibel)al:
tung unoeränberter gorin nach b(lt
Sahungcn ber Hirche gegen wollen nur
„baß bie ©lieber audfcgließlich an ben
Ferrit 3*tum gläubig fein müssen."
Nun gut, man will ja bauen — auch
hat jeber greigeit baju, ist nur ber
©runb ©htiftu«. 2>aulu« sagt 1 Hör.
3, 12: „So aber jemaitb auf biefen
©ruttb bauet ©olb, Silber, eble
Steine, .»polj, Jpeu, Stoppeln, so wirb
eine« jeglichen S.erf offenbar werben.
Der lag wirb« flar machen; benn e«
wirb bureg« geuer offenbar werben."
usw. Sarurn nun tuieber solche ©n
fcheinung auf bem ©ebiet d;riftlid)eit
leben«? Nian frägt sieg: ma« meint
ber .^eilanb bocg: „£)ier ist ©griftu«,
ba ist ©griftu«?" Saö finb bie ÜJtotioe
ju folcger 23eranlaffuitg? Sie sagen:
Nicgtfcgnur fei: ©emeinf'haft ju pflegen
gemäß beut SBeifpiele ;)efu ©grifti mit
jebem ©liebe ber großen ©otte« ©e;
meinbe. Da« meint bocg wogt 2lbenb=
itiahlögemeinfchaft. Diese ^bee mag
gut fein, gat ja audj fegon lange be=
stauben. 23ielleid;t befegräntt sieg biefe
SBemeguitg nur auf ihresgleichen? ^dj
weiß e« nidjt, wirb sieg ja aueg ju feiner
3eit offenbaren, geg bin frog bie
Sacge be« Nefdje« ©otte« in festen
.stäuben ju missen, ^efu« sagt: „Ser
nidjt miber un« ist, ber ist für litt«."
3dj gösse noch mehr oon biefer ffleweg;
utig ju gören. NJödjlichermeife finb
oott unfern 23rüberit audj baratt betei;
ligt? Docg lasset uttö bie Sorte 23auli
begerjigen, wie er fdjreibt ©pg. 4,
1—10. Da ist un« bie nllertintfang;
reidjfte ©runbregel gelegt, wornaeg ein
Hiitb ©otte« auf bem ©ebiet be« ©lau;
ben« ooratt unb jum oollfomntenen
’JNantteSalter in ©grifto gelangen sann.
$cg gäbe alle 2lcgtung oor einet egrift;
liegen Söewegung, fei e« außerorbent;
liege töefegrungen ober Heiligung ober
oon ber legre 3*1u 5U feiner Siebes;
funst unb betn taufenbjägrigeu Neicgc;
alle« finb legren, bie ©runb in ber gl.
Schrift gaben. 2lber mir gaben aud)
barauf ju fegen, baß mir un« im
Nagmett be« dgriftlicgen ©lauben« unb
cgriftlicger ©rtrnntni« beftnbeit, unb
„re^tfögaffeit fein in ber liebe unb
toacgfen in allen Stücfeit an betn, ber
ba« J^aupt ist, ©griftu«." „©« ist ein
föftlicg Ding, baß ba« .£>erj fest werbe",
©ott ergalte nn« bei reiner legre.
fvranj Dücf.

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Harms, Johann F. Zions--Bote. (Medford, Okla.), Vol. 22, No. 12, Ed. 1 Wednesday, March 21, 1906, newspaper, March 21, 1906; (https://gateway.okhistory.org/ark:/67531/metadc943289/m1/1/ocr/: accessed April 17, 2021), The Gateway to Oklahoma History, https://gateway.okhistory.org; crediting Oklahoma Historical Society.

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