Zions--Bote. (Medford, Okla.), Vol. 19, No. 1, Ed. 1 Wednesday, January 7, 1903 Page: 1 of 8

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Kommt, tonet »in« auf ben
Sero bed $mn neben, au in
^oufc beb (Hottet galob*,
t asi er unt lebte leine ffiefle,
unb mir »anbetn auf feinen
3ttm$*S3ote
Rntmd «t th» Port Offlo« »t Medtord. Oklahoma, m Meoad-e>aM mall matUr.
tBeiter, lieben Brüber, mal
wahrhaftig ib« wo« ehrbar,
mal gerecht, mal teuieb, mal
lieblich, mal mobl lautet, in
etma eine Xugenb, in etma ein
Cob, bent bentet nach. BM,t.
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jkretoob: Wcbfotb, OflabQnia.
Jahrgang 1%
cwi«k«M«, niuwidi, t. jmkm, 190s*
XI*.
sif mf («nm.
(Ei lebe Jtatt allein in mir,
Jn Seit unb (Eroigleit.
«Rein fteilanb, bat gebühret bir;
Dein ist bie *$errli<t feit.
Da* falsche Sieben, bat ich nierf,
Bar nid)t in mich gehört,
JBeU*4 wiber (Hott unb (Motte« «Ber!
Den (Meist nur quält unb stört.
Da* Beste, mal uon mir geschieht,
Jft Selbftgefud) unb Schein,
Wur wenn mich Jeiu ßiebe siebt,
ftonn mein ©er! wo()l gcbeib’n.
töernidjte, $eir, bie Eigenheit,
Serftör’ bad Weine gar!
Dein Sieben ber Bottfeligfeit
«Berb’ in mir offenbar!
Dein, liebster Jeiu, bin ich nun,
De»lt «Birfen nur ist rein.
©ei bu mein «BoQen, bu mein Xhnn,
«Rein Sieben gans aüein!
©o nenn’ ich bid) im Dtauben: Wein,
Unb lebe frei unb froh.
Du sollst fortan mein Äße* fein,
Wein ew’ged A unb 0.
Christliche* Cifren.
'JSbil. 4,1—13.
ein
ben befunbigt sieb am allermeisten burch
Arbeit, ühriftlidjel Sieben befonberl
burch Xeil nähme an feinet Brüber# unb
Nächsten Arbeit, an ber Arbeit für
(Christum im CEwangelium.
Uhrijtiichet Sieben fegt ununterbro»
djeue greube im .nerrn unb Siinbigfeit
gegen ade ÜRenfchen üoraud, b. h- ein
llhrift, ber im jperrn Jeju manbelt,
freut fid) im .fierrn auf bat balbige
Kommen feinet .£>errn. „Komm, $err
gefu" ist fein beftänbigcd glchcn, unb
weil er et so erwartet, tvie er betet,
bcdljalb ist er nicht hurt gegen feinen
Brubei unb Wachsten, mie ber böse Knecht
im (Soangelto, ber sagte: „Wein perr
jfonunt noch lange uiebt unb fing an
feine Witfnedjte su schlagen," nachbem
er mit Xrunfenen iffet unb trinfet. Da
gilt el: „freuet eud) in beut $trrn unb
(äfft eure Siinbigfeit funb fein allen
Wenfchen, ber Jperr ist nahe."
Dad christliche Sieben schlicht adel
Sorgen nud. Sorgen ist eine heibnijche
Untuaenb, ber ein (£i)rift nie unter,
liegen foslte „Sorget nicht" ruft ißaulud
ben fphiltppern su. „Ade eure Sorgen
Brühet s» Wlippi, sonst hätte ber
Apostel ihnen nicht fofdje (Ermahnungen
Augerufen. Auch mir mögen mehr ober
»weniger unseren Abftanb nodj fühlen
unb eirer unb ber anbete mödjte Diel«
leidjt sagen, id) fühle noch gar tueit ent«
fernt unb befige aud) feine Karst su
solchem Sieben. Dem empfehlen mir
noch Berd 13. Dort ist und ber rnige-
Seigt, burch ben ber Apostel feine straft
bejog uub alled oermochte, ed t|’t
(E t) r i ft it d. „Seib start in bem penn
unb in ber Wacht feiner Stätte."
C£pt)cf. ti, 10. (Euer Brüber in (5t)iifto
Bergtholb.
—---^ m ^ ■■
Hei ben Aefdpibiftern in
Suiten, Hebt.
Wut ein mähtet (Sheift Atoll
christliche« Sieben leben, unb ist folched werfet auf ihn, benn er sorget für euch"
Die natürliche golge feine* dhriftentumd.
Der Ursprung bed christlichen Sehend
ist in feinem (bed ©bristen) $enn
seihst, barum auch bal Walpiwort an
bie liehen gewünschten Drüber in
Dbilippi „bestehet in bem $errn."
fein SRenfch sann christlich leben, wenn
er nicht im $errn stehet, b. h- befestigt
steht in bem fcertn Jefn, barnm ruft
auch ber Apostel: „«Bie ihr nun ange«
ttommen hubt ben $etrn Chriftam
Jesum, so manbelt in ihm." toi. 2,
g. Also erst bqjt $ertn «h^flum 3e«
fmn annehmen unb bann so in ihm
»anbellt, mie mir ihn angenommen
laben. Solche* ist eine* jeben ©bristen
persönliche Aufgabe.
Die nächste Aufgabe ist nun bie, mit
feinen ©rfibern unb Semestern suchen
gleich gesinnt ju fein. Wicht* stört ba*
geistliche Sehen so sehr, al* Uneinigfeit
untereinanber, barum ermähnt ber
Apostel be* $ettn, ba| bie ^S^ilipper
eine« Sinne« feien in bem $ertn.
BhU. 2, 23, lesen mir: „So erfüdet
meine greube, bafj ihr eine* Sinne*
selb, gleiche Siebe höht, einmütig unb
einhedig feib. Wicht* thut burch Saut
ober eitle <£'h«, fonbern burch Demut
ac|tet euch unter einanber einer ben
anbetn höh** benn sich fdbft."
Also (Einmütigfeit unb ©in^eßigfeit
in gleicher Stehe finb Bebingungen jum
Christlichen Seben. ©^rtftlicbe» Sehen
bebingt ferner auch hersltch« Xeilnahme
an ber Arbeit: „Ja ich bitte auch *>«*>»
pehe ihnen bei, bie samt mir über
1 D«« 5, 7. „Denn (Er (ber $err)
hat gesagt: „J<h misl bich nicht oerlaffen
noch Der säumen" (Ehr. 3,5. „Darum
sage ich euch: Sorget nicht für euer
Sehen" Watts) 6, 25. Sorgen ist einer
ber beutlichften Beweise, bafj mir nicht
in bem $errn bestehen. Anstatt bessert
un* ber Apostel Sitten im Debet unb
glehen mit Danffagung wor ®ott emp<
stellt. Solche* befunbet einen gläubi«
gen ihriften unb fein christliche«
Seben.
dhrtftliehe* Seben hat bie (östliche
Berheifjung be« grieben« Botted u. bie
Bewahrung unserer fersen unb unserer
Sinne in Christa Jesu B. 7. „Den
grieben lasse ich euch, meinen grieben
gebe ich euch." Joh. 14, 27. „Der
griebe (Statte* regiere in euren $erjen,
gu welchem ihr auch berufen feib in
einem Seihe, unb feib bans bar." Kol
3, 15. Diese* gilt nur einem Ch*Wen,
ber christlich lebt, biefed ist ber Sohn
feiner Arbeit: griebe (Statte*, ber
grtebe unsere* $errn Jesu unb bie Be«
mahrung unsere« fersen* (Sehen*
unb ber Sinne (Sehen, $ören, 8lted)en,
Schmeden unb gühlen) «Belch ein
Dnabenlohn für bie Cmtgfeit für ein
furse* christliche* Seben jk her Seit.
«Bie gar anbei« ist Der Cnbe ber
geinbe bed Kreuje« Christi, berer, bie
irbifch gesinnt finb, berer Bauch ilp (Statt
ist. Achtre ®hre mirb ju S^anben
unb ihr Cnbe ist bie Berbammnid.
Dh*l« 3« 19.
Wun sunt Schluß. Diese* christliche
Auf meiner pfeife wegen unjrer
Sdjulslngelegenheit führte midi ber &err
bott pencerfon nach Sutton. Der l.
©tuber ifranj Xhefemö«« mar so
reunblid), niid) bie 15 *Weilen per
©U9flh fahren. Wem sehnlicher
«Bunfch, bie Defchm. in Sutton fennen
j u lernen, sollte sich nunenblich erfüden.
Jd mar Wontag gegen Abenb, al* id),
remb unb un besannt in ber ^oftoffice
tanb unb bie Seute beobachtete. Be
onbetd interessierte mich bie beutfehe
Interhaltung smeier «Rönnet, won benen
ber eine einen grauen BoObart hatte unb
o au« iah, al« ob er unser Bruber fei.
geh rnagte e«, nach ben getauften Brü«
bem §u fragen, — unb roirflieh ber
Angerebetc mar Br. Urbadj, ber
prooiforifche Seiter be* Häuflein« in
Sutton. AI* ich thut gesagt, mer id) fei,
mar bie greube grob unb mir gingen su
ben alten Befehlt». Johanne« Spähn.
$ier mie überall mürbe ich h'rftlich
begrübt. Woch an bem Abenb sonnten
mir un« im schönen Berfammtungdhaufe
oerfammeln unb e* (amen auch mehrere
unbetefjrte Wachbarn herbei. Der $err
gab mtr su »erstehen, ich fofle über
Weihnachten in Sutton bleiben unb so
bürste id) bid Sonnabenb alle lieben
(SJefchmtfter in ihren Rasern fennen
unb berjltd) lieben lernen, ©ehr erfreut
hat mich ba* schöne Kinberfeft am Weih«
nadjtdabenb. Der muntere Besang
unter Seitung be* Br. Samuel
Wasarenu«, ber babei bie Orgel spielte,
fesselte Brob unb Klein. Der 8.
Schul« Seiter Br. Wilhelm Blanj sah
feine Bemühungen mit (Erfolg gefrönt,
inbem bie Schüler ihre Stücfe laut,
frisch unb froh h«fa0ten. ERel)t unb
mehr läbt sich bie Jugenb unserer Be«
fchmifter in Sutton sur Xeilnahme am
Besang unb s«r 6. Schule herberen,
woju bie beiben genannten Brüber wiel
beittagen; möchten sie barin freubig
ihnen ruhen.
Bon ben Belehrn, hei Clborabo
waren e* leiber nur bie Brüber Heinrich
.fcäufcr unb gohann Demed, bie id) in
Sutton fennen lernen bürste. Br.
(Ehriftion Deinrd hatte meine ©oftfarte
nid)t in erhalten unb ich möchte
gerabe t)ter jagen, mer |e nach Sutton
fommen miü ober au ba* bortige ^äuf«
lein fid) su wcicbeu hat, bev sollte an
einen Brüber in Sutton schreiben, Denn
ba ist ba* Berfammlunglhaud urb aud)
bie Seitung bed ftäufleiu*. Sehr su
bebauern ist cd, baft in bieier .^tttfidjt
im Konfereidbüchlrin em gehler gewor»
ben, inbem Sutton einiad) nudgelaiien
unb iibeiiehen ist. (E< war rur gut,
bafe id) gleid) auf frischer Xbat erflären
sonnte, bafe meinevfeit« beim ^ujammen«
stellen bed Bcrseidjniffed linieret Be«
meiitben unb Stationen leine Abfidjt
uortag, ioubevn ba& id) nicht besser
gewußt, barum oersiehen mir bie Brü«
ber and) gerne.
Sutton ist ein wieluerjprectenbed
Arbeitdielb, inbem bie Beoölferung
gröfelenteild aud Deutschen besteht, ba«
wou manche e*nen tpuuger nach Botted
Wort beseugen unt in ihren betreffenben
K irdjengemeinichaften nicht sufY^rn
finb. 0 möchte ed bem ^»errn gelingen,
hier noch Dielen Seelen sur greifet ber
Kinbcr Botted su oerhelfen.
Jn manchen Läufern machte ich bie
Beobachtung, baft ed nicht an Kreus
unb Drud fehle unb so bürste ich iu<h
mit ben «Beinenben meinen unb man^e
schwere Sage überlegen helfen. «Bie
thut ed bann fo wohl, wenn man sehen
Darf, mie ber ©^rift im Seiten in ber
Bottfeligfeit geübt mirb. 0 ih*
ßreusträger, nur Wut, bie ^eUlie^e
Xrübfal bringt und. himmlischen Be*
minn.
Auf bem «Bege heimwärtd hielt ich
über Sonntag bei ben Befchtwiftern in
Janfen, Webr. an. Der $err segnete
und bei ber Betrachtung bed «Borte* im
neuen §aufe ber Befchm. Weimer, mo
am Wachmittage auch bie S. Schule
ftattfanb. Dad neue Berfammlung*«
hau* ist aufoem «Bege ber BoHenbuug
unb sann hoffentlich binnen einigen
«Ronatenbem $errn geweiht werben.
Dad $aud ist schön gebaut unb wirb
nett unb prattifd) eingerichtet. Abenbd
würbe in einer nahegelegenen Kirche
ein Bortrag über Brsiehung gehalten
unb bie Befchw. wollten alle hin, wad
ich sehr ber lursen
wegen aber nahm id» biefe Stunben
nod) su Krantenbefuchen wahr. Xag«
barauf sollte bort bie Sehrerfonferens
ftattfinben, ich sonnte jeboch nicht bort«
bleiben, fonbern fuhr ber $eimat su,
bie ich nach einem Abstecher in Kanfa*
am legten Xage bed alten Jahre* auch
glücflid) erreichte. Bott bie (Espe.
J. g. $<mn*.

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Harms, Johann F. Zions--Bote. (Medford, Okla.), Vol. 19, No. 1, Ed. 1 Wednesday, January 7, 1903, newspaper, January 7, 1903; (https://gateway.okhistory.org/ark:/67531/metadc943060/m1/1/ocr/: accessed May 10, 2021), The Gateway to Oklahoma History, https://gateway.okhistory.org; crediting Oklahoma Historical Society.

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